Sonne lacht beim Schnadezug

Mengeringhäuser Schützengesellschaft pflegt Gemeinschaft auch zwischen den Freischießen

Ehrungen beim Schnadezug in Mengeringhausen. Pokale gab es für die Sieger beim Pokalschießen, Urkunden für die über 70-Jährigen.
Foto: Sandra Simshäuser

MENGERINGHAUSEN. Das Stutzkommando hatte einiges auszurichten beim Schnadezug, der die Schützengesellschaft Mengeringhausen entlang der Grenzen zu Twiste führte. Nach dem Weckruf durch den Fanfarenzug und einem Gottesdienst am Kirchplatz machten sich zu Himmelfahrt mehr als 300 Schnadegänger auf den Weg, um das neun Kilometer lange Teilstück abzuschreiten. 16 Grenzsteine passierten die Schützenbrüder mit Familien und Gästen auf der Strecke, deren historische Besonderheiten der Schnadekundige Erich Müller erläuterte. Auch eine Abordnung der Schützengilde Twiste stieß zu den Schnadegängern, die auf ihrem Weg einen Grenzstein neu entdeckten. Einen weiteren Gedenkstein am Trappenberg stiftete der amtierende König Dr. Norbert Wirtz als „ein Zeichen der Verbindung zwischen früher und heute“. Im dritten Jahr nach dem Freischießen wurde die Warthe als Rastplatz auserkoren. Dort begrüßte Wittekind Fürst zu Waldeck und Pyrmont die Schnadegänger und weitere Gäste, bevor Vor-sitzender Wilhelm Müller die Ehrung der Schützenbrüder übernahm, die das siebzigste Lebensjahr überschritten haben und seit mehr als 25 Jahren der historischen Schützengesellschaft angehören. Die Ehrennadel nahmen Dieter Ludwig, Wolrad Müller-Gutscher, Bernd Thomas, Wilfried Uhl, Günther Meier, Helmut Meißner, Ludwig Kellermeyer, Rolf Knippschild, Hans-Otto Sonnenschein, Hartmut Schiminski, Holger Versloot, Rudolf Frese, Erhard Nelle, Walter Figge, Ulrich Lehmann, Günter Dohmen, Volker Höhmann, Werner Müller und Manfred Schweitzer entgegen. Lautstark gefeiert wurden anschließend die Sieger des Pokalschießens. Die Neustädter Männer hatten sich dabei mit 104 Ringen vor den Armbrustschützen (100) und den Konstablern (92) durchgesetzt. Als beste Einzelschützen wurden Andreas Jost und Thomas Jost mit jeweils zehn Ringen ausgezeichnet. Zuvor war der Vorsitzende noch mit einer besonderen Ehrung überrascht worden. 25 Jahre hatte Wilhelm Müller als Konstablerhauptmann das Freischießen mitgeprägt. Sein Anfang des Jahres gewählter Nachfolger Oliver Weiß übernahm es, Müller zum Ehrenhauptmann der Konstabler zu ernennen. Nach einer Stärkung unter musikalischer Umrahmung durch den heimischen Musikverein führte der Weg zurück zum Rathaus, wo der offizielle Teil mit dem Absingen des Waldecker Liedes seinen Abschluss fand.

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